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Fußball-EM | Noch 100 Tage Gedämpfte Vorfreude

  • Bild Frisch eingeweiht: Stade de Lyon
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  • BildFrisch eingeweiht: Stade de Lyon
    Stade de Lyon
    (Quelle: dpa)
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    (Quelle: ZDF)
    VideoEM 2016: Große Sorgen vor Anschlägen
    100 Tage vor Beginn der EM ist die Sorge vor Terror groß in Frankreichs Metropole. Die Erinnerungen an den fatalen 13. November mit den Anschlägen in Paris wirken nach und werfen ihre Schatten voraus.

    100 Tage vor Beginn der EM ist die Sorge vor Terror groß in Frankreichs Metropole. Die Erinnerungen an den fatalen 13. November mit den Anschlägen in Paris wirken nach und werfen ihre Schatten voraus.

    (02.03.2016)
    VideoFrankreichs Fußball angeschlagen
    Franrkeich

    Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen sind am Freitag in Paris die Gruppen für die EM 2016 ausgelost worden. Gastgeber Frankreich hofft nach schwierigen Jahren auf eine Aussöhnung mit den Fans.

    (13.12.2015)

    von Frank Hellmann

    Noch immer herrscht in Frankreich der Ausnahmezustand. Das färbt unweigerlich ab auf die Stimmung beim EM-Ausrichter. Dabei sind die Organisatoren für das Großturnier mit den Vorbereitungen schon sehr weit. 

    Links
    Spielplan der Fußball-EM 2016 EM 2016 im DatencenterDas ZDF ist für Inhalte externer Internetseiten nicht verantwortlich

    Wer in jüngerer Vergangenheit aus privaten oder beruflichen Gründen einen Paris-Abstecher unternommen hat, der konnte sich eines beklemmenden Gefühls gar nicht entledigen. Polizisten mit dicken Schutzpanzern und schweren Waffen, Militärs mit großen Maschinenpistolen und strenger Mimik bestimmen das Stadtbild. An zentralen Plätze, an den unzähligen Metrostationen.

    Wo bloß ist die Leichtigkeit hin, die die pulsierende Stadt an der Seine so charmant gemacht hat? Jeder Besucher kennt die Antwort: Seit den Anschlägen am 13. November, als die Attentäter sogar versuchten, den Terror bis ins Stade du France zu tragen, um während des Freundschaftsspiels Frankreich gegen Deutschland ein Blutbad anzurichten, ist nichts mehr wie es einmal war.

    Ausnahmezustand dominiert den Alltag

    Und davon ist vor allem die Hauptstadt getroffen, in der eigentlich auch das Herz während der Fußball-Europameisterschaft schlagen soll, die am 10. Juni mit dem Eröffnungsspiel Frankreich gegen Rumänien in Paris St. Denis beginnt und am 10. Juli mit dem Finale an selber Stelle endet. Doch 100 Tage vor der Eröffnung dominiert der Ausnahmezustand den Alltag. Paris gleicht vielerorts einem Hochsicherheitstrakt.

    Gedenkstelle der Opfer von Charlie Hebdo

    Gedenkstelle der Opfer von Charlie Hebdo
    Quelle: dpa

    Auf Champs Elysées, am Place de la Concorde, Louvre oder Triumphbogen herrschte zuletzt zeitweise eine bedrückende Atmosphäre.  Je nach Herkunftsland sind die Besucherzahlen um bis zu 38 Prozent zurückgegangen. Kürzlich hat ein Streik der Taxifahrer ausgereicht, um ein gefühltes Chaos anzurichten. Das Parlament hat die umfassenden Rechte für Polizei und Ermittler bis zum 26. Mai verlängert. Die Debatte ist in vollem Gange, ob das wirklich ausreicht.

    Besucherzahlen gingen bereits zurück

    So oder so werden alle Protagonisten – Spieler, Trainer, Delegationsmitglieder, Helfer, Fans und Journalisten – ein Event erleben, das kaum unbeschwert verlaufen kann. Die EM-Losung hat Staatpräsident Francois Hollande ausgegeben: „Wir wollen solche sportlichen Spektakel organisieren, weil wir nicht klein beigeben wollen, aber gleichzeitig wollen wir noch strenger sein bei der Sicherheitsplanung.“

    Für die EM-Organisatoren ist das ein schwieriger Spagat. Ihnen blieb gar nichts anderes übrig, als das ohnehin ausgeklügelte Sicherheitskonzept noch einmal zu überarbeiten. „Maximale Sicherheit zu bieten, ist ein grundsätzliches Anliegen, auch wenn die Maßnahmen weniger freundlich sind“, sagt Jacques Lambert, der Präsident des französischen Organisationskomitees.

    Auch Fanzonen werden streng überwacht

    Zu den besonderen Maßnahmen zählt nun, dass vom Verteidigungsministerium 13.000 Soldaten abgestellt werden. Selbst die Public-Viewing-Bereiche wollen manche Städte streng überwachen, in denen jede Bewegung von Kameras aufgezeichnet wird. Leibesvisitationen am Eingang inklusive.

    Weitere Links zum Thema

    Noch beschwerlicher wird es, dann in die Stadien zu kommen. Dann wird jeder Besucher vermutlich sogar zweimal komplett abgetastet. „Das wird einige Zeit dauern“, kündigte Frankreichs Sportminister Patrick Kanner bereits in einem Fernsehinterview an. „Ins Stadion zu kommen ist nicht, wie zu sich nach Hause zu gehen.“

    Alle 51 Spiele sind ausverkauft

    Irgendwie schade, dass die Sicherheitsdebatte die Vorfreude so arg dämpft. Durch die Aufstockung des Teilnehmerfelds von 16 auf 24 Teams – sportlich ein fragwürdiger Schritt – kommen Nationen in den Genuss einer EM-Teilnahme, die immer davon geträumt haben. Folge: Alle 51 Spiele sind ausverkauft. Die 2,5 Millionen Tickets werden der Nachfrage nicht annähernd gerecht.

    Bis zu 1,5 Millionen Gäste werden zur EM erwartet, die sich an einer modernen Stadion-Landschaft erfreuen können, die im Übrigen überpünktlich fertig gestellt wurde. Die zehn Arenen sind teilweise echte Schmuckstücke geworden, die unverwechselbare Erkennungszeichen mitbringen. Als Festungen sind sie eigentlich viel zu schade.

    Lyon hat gerade erst die Arena eingeweiht

    Das Stade de France, das nagelneue Stadium de Toulouse und Stade Pierre Mauroy in Lille sind seit langer Zeit komplett einsatzbereit. Nach und nach wurden dann das Stade-Bollaeert-Delelis in Lens, das ebenfalls neu erbaute Stade de Nice, das Stade Vélodrome in Marseille, das Stade de Bordeaux und das Stade Geoffroy Guichard in St. Etienne fertig gestellt.

    Zuletzt kam im Januar noch die Einweihung des neuen Stade de Lyon mit seinen 59.186 Plätzen hinzu, das Beobachter als eine der schönsten Arenen Europas preisen. Die Vorarbeiten sind also gemacht, dass hier rauschende Fußballfeste gefeiert werden – aber eine Sicherheitsgarantie gibt es damit leider noch lange nicht.

    Fußball-Europameisterschaft 2016

    Spielplan

    Spielorte

    Stade de France in Saint-Denis

    Saint-Denis
    Stade de France (Fassungsvermögen bei UEFA-Wettbewerben: 80.000)

    Marseille
    Stade Velódrome (67.000)

    Lyon
    Stade des Lumières (59.000)

    Lille
    Stade Pierre-Mauroy (50.000)

    Paris
    Parc de Princes (45.000)

    Bordeaux
    Nouveau Stade de Bordeaux (42.000)

    Saint-Étienne
    Stade Geoffroy-Guichard (42.000)

    Lens
    Stade Bollaert-Delelis (35.000)

    Nizza
    Stade de Nice (35.000)

    Toulouse
    Stadium Municipal (33.000)

    DFB-Fahrplan

    Deutsche Fußballnationalmannschaft beim Spiel Frankreich gegen Deutschland in Paris.
    • 26. März 2016, Deutschland - England in Berlin (ab 20:15 Uhr live im ZDF, Anstoß 20:45 Uhr)
    • 29. März 2016, Deutschland - Italien in München (20:45 Uhr/ARD)
    • 29. Mai 2016, Deutschland - NN in Augsburg
    • 4. Juni 2016, Deutschland - NN in Gelsenkirchen

    • 12. Juni, EM-Endrunde: Deutschland - Ukraine (in Lille, 21.00 Uhr)
    • 16. Juni, EM-Endrunde: Deutschland - Polen (in St. Denis, 21.00 Uhr)
    • 21. Juni, EM-Endrunde: Deutschland - Nordirland (in Paris, 18.00 Uhr)

    • 4. September 2016, WM-Quali: Norwegen - Deutschland
    • 8. Oktober 2016, WM-Quali: Deutschland - Tschechien
    • 11. Oktober 2016, WM-Quali: Deutschland - Nordirland
    • 11. November 2016, WM-Quali: San Marino - Deutschland

    • 26. März 2017, WM-Quali: Aserbaidschan - Deutschland
    • 10. Juni 2017, WM-Quali: Deutschland - San Marino
    • 17. Juni bis 2. Juli 2017: Confed-Cup in Russland (DFB-Elf als Weltmeister qualifiziert)
    • 1. September 2017, WM-Quali: Tschechien - Deutschland
    • 4. September 2017, WM-Quali: Deutschland - Norwegen
    • 5. Oktober 2017, WM-Quali: Nordirland - Deutschland
    • 8. Oktober 2017, WM-Quali: Deutschland - Aserbaidschan

    EM-Bilanz der deutschen Nationalmannschaft

    Deutschland ist Europameister 1996

    EM 1960 in Frankreich (offiziell Europa-Nationenpokal): keine Teilnahme

    EM 1964 in Spanien (offizielle Europa-Nationenpokal): keine Teilnahme

    EM 1968 in Italien: nicht für EM-Endrunde qualifiziert

    EM 1972 in Belgien: Europameister (3:0 gegen Sowjetunion)

    18. Juni 1972 in Brüssel (Heysel-Stadion)
    Deutschland: Maier – Beckenbauer - Höttges, Schwarzenbeck, Breitner - Wimmer, Netzer, U. Hoeneß - Heynckes, Müller, Kremers. Trainer: Helmut Schön
    Tore: 1:0 Müller (27.), 2:0 Wimmer (52.), 3:0 Müller (58.)

    EM 1976 in Jugoslawien: Finale (3:5 i.E. gegen Tschechoslowakei)

    20. Juni 1976 in Belgrad (Stadion Crvena Zvezda)
    Deutschland: Maier - Beckenbauer - Vogts, Schwarzenbeck, Dietz - Herbert Wimmer (46. Flohe), Bonhof, Beer (80. Bongartz) - U. Hoeneß, D. Müller, Hölzenbein. Trainer: Helmut Schön
    Tore: Tor 1:0 Švehlík (8.), 2:0 Dobiaš (25.), 2:1 D. Müller (28.), 2:2 Hölzenbein (90.)
    Elfmeterschießen: 1:0 Masný, 1:1 Bonhof, 2:1 Nehoda, 2:2 Flohe, 3:2 Ondruš, 3:3 Bongartz, 4:3 Jurkemik, U. Hoeneß schießt übers Tor, 5:3 Panenka

    EM 1980 in Italien: Europameister (2:1 gegen Belgien)

    22. Juni 1980 in Rom (Olympiastadion)
    Deutschland: Schumacher - Stielike – K. Förster, Dietz - Kaltz, Schuster, Briegel (55. Cullmann), H. Müller - K.-H. Rummenigge, Hrubesch, K. Allofs. Trainer: Jupp Derwall
    Tore: 1:0 Hrubesch (10.), 1:1 Vandereycken (75., Foulelfmeter), 2:1 Hrubesch (88.)

    EM 1984 in Frankreich: Aus in der Vorrunde

    EM 1988 in Deutschland: Halbfinale (1:2 gegen Niederlande)

    EM 1992 in Schweden: Finale (0:2 gegen Dänemark)

    26. Juni 1992 in Göteborg (Ullevi)
    Deutschland: Illgner - Helmer - Kohler, Buchwald - Reuter, Effenberg (80. Thom), Brehme - Häßler, Sammer (46. Doll) - Riedle, Klinsmann. Trainer: Berti Vogts
    Tore: 1:0 John Jensen (18.), 2:0 Vilfort (78.)

    EM 1996 in England: Europameister (2:1 n.V. gegen Tschechien)

    30. Juni 1996 in London (Wembley-Stadion)
    Deutschland: Köpke - Sammer - Babbel, Helmer - Strunz, Scholl (69. Bierhoff), Eilts (46. Bode), Häßler, Ziege - Klinsmann, Stefan Kuntz. Trainer: Berti Vogts
    Tore: 0:1 Berger (59., Foulelfmeter), 1:1 Bierhoff (73.), 2:1 Bierhoff (95., Golden Goal)

    EM 2000 in Belgien/Niederlande: Aus in der Vorrunde

    EM 2004 in Portugal: Aus in der Vorrunde

    EM 2008 in Österreich/Schweiz: Finale (0:1 gegen Spanien)

    29. Juni 2008 in Wien (Ernst-Happel-Stadion)
    Deutschland: Lehmann - Friedrich, Mertesacker, Metzelder, Lahm (46. Jansen) - Frings, Hitzlsperger (58. Kurányi) - Schweinsteiger, Ballack, Podolski - Klose (79. Gómez). Trainer: Joachim Löw
    Tor: 0:1 Torres (33.)

    EM 2012 in Polen/Ukraine: Halbfinale (1:2 gegen Italien)

    Alle Europameister seit 1960

    Europameister Spanien 2012

    1960 in Frankreich: Sowjetunion
    1964 in Spanien: Spanien
    1968 in Italien: Italien
    1972 in Belgien: Deutschland
    1976 in Jugoslawien: Tschechoslowakei
    1980 in Italien: Deutschland
    1984 in Frankreich: Frankreich
    1988 in Deutschland: Niederlande
    1992 in Schweden: Dänemark
    1996 in England: Deutschland
    2000 in Belgien und den Niederlanden: Frankreich
    2004 in Portugal: Griechenland
    2008 in Österreich und der Schweiz:  Spanien
    2012 in Polen und der Ukraine: Spanien (Foto)

    Albanien bis Wales: Die bisherigen EM-Teilnahmen

    Europameister Deutschland 1972

    Albanien
    EM-Teilnahmen: --

    Belgien
    EM-Teilnahmen: 4 (1972, 1980, 1984, 2000)

    Deutschland
    EM-Teilnahmen: 11 (1972/Foto, 1976, 1980, 1984, 1988, 1992, 1996, 2000, 2004, 2008, 2012)

    England
    EM-Teilnahmen: 8 (1968, 1980, 1988, 1992, 1996, 2000, 2004, 2012)

    Frankreich (Gastgeber)
    EM-Teilnahmen: 8 (1960, 1984, 1992, 1996, 2000, 2004, 2008, 201)

    Irland
    EM-Teilnahmen: 2 (1988, 2012)

    Island
    EM-Teilnahmen: --

    Italien
    EM-Teilnahmen: 8 (1968, 1980, 1988, 1996, 2000, 2004, 2008, 2012)

    Kroatien
    EM-Teilnahmen: 4 (1996, 2004, 2008, 2012)

    Nordirland
    EM-Teilnahmen: --

    Österreich
    EM-Teilnahmen: 1 (2008)

    Polen
    EM-Teilnahmen: 2 (2008, 2012)

    Portugal
    EM-Teilnahmen: 6 (1984, 1996, 2000, 2004, 2008, 2012)

    Rumänien
    EM-Teilnahmen:

    Russland
    EM-Teilnahmen: 4 (1996, 2004, 2008, 2012)

    Schweden
    EM-Teilnahmen: 5 (1992, 2000, 2004, 2008, 2012)

    Schweiz
    EM-Teilnahmen: 3 (1996, 2004, 2008)

    Slowakei
    EM-Teilnahmen: --

    Spanien (Titelverteidiger)
    EM-Teilnahmen: 9 (1964, 1980, 1984, 1988, 1996, 2000, 2004, 2008, 2012)

    Tschechien
    EM-Teilnahmen: 5 (1996, 2000, 2004, 2008, 2012)

    Türkei
    EM-Teilnahmen: 3 (1996, 2000, 2008)

    Ukraine
    EM-Teilnahmen: 1 (2012)

    Ungarn
    EM-Teilnahmen: 2 (1964, 1972)

    Wales
    EM-Teilnahmen: --

    02.03.2016
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